Kann man Tempeh auch selbst herstellen?

Das empfehlen wir allen, die möglichst frischen Tempeh wollen und ein wenig Spaß an eigener Küchenaktivität haben. Wenn Tempeh über den Handel vertrieben wird, ist er in der Regel wenigstens pasteurisiert, also nicht mehr roh. Solange er nicht breit in der Bevölkerung angenommen wird, also sinnvollerweise vor Ort in Tempehreien erzeugt wird, kann man fast nur zur Selbstherstellung raten.

Nötige Rohstoffe und Utensilien sind:

Sojabohnen waschen. Mit Wasser zum Kochen bringen, abschalten. 10 bis 14 Stunden stehen lassen. In dem genügend breiten Topf unter Wasser mit den Händen durch Rubbelbewegungen die Bohnen enthülsen und halbieren. Die Hülsen immer wieder abschütten, entsorgen. Halbierte Sojabohnen mit frischem Wasser und 1 EL Obstessig zum Kochen bringen und bei kleiner Flamme 45 Minuten köcheln. Abgießen, abtropfen lassen. Blech mit einem Küchentuch auslegen. Die Sojabohnen darauf verteilen, kühlen lassen, bis sie etwa 30°erreichen. Am Schluss nochmal das Tuch wechseln, so dass sie einigermaßen trocken sind. Bohnen zur Mitte zusammenhaufen, einen guten TL Starter darüber verteilen, mit Löffel (oder sauberen Händen) gut in die Sojabohnen einmischen. Die Bohnen auf die 3 Beutel verteilen, schließen, ebenmäßig platt drücken. In den vorgewärmten Brutkasten legen, den Brutkasten schließen. Die Temperatur überwachen, höchstens bis 45°ansteigen lassen. Nach 24 bis 36 Stunden (je nach Temperatur und Starter) die fertigen Tempeh-Kuchen herausnehmen. Frisch verarbeiten oder in den Kühlschrank legen, nicht stapeln (da sie sonst durch Wärmeentwicklung weiterreifen, überreif werden).