Die Inhaltsstoffe von Tempeh

Tempeh profitiert zum einen davon, dass meist die Grundsubstanz aus Sojabohnen besteht. Sojabohnen enthalten trocken 35% Eiweiß. Seine Aminosäurenzusammensetzung ergänzt sich für die menschliche Ernährung günstig mit Getreide-Eiweiß. Ernährungsphysiologisch isst man also am besten Tempeh und Getreide (Reis, Weizen usw.) zusammen in einer Mahlzeit. Bei der Fermentierung ändern sich die Vitamin-Werte günstig. Die Verdaulichkeit der Inhaltsstoffe und die Bekömmlichkeit für unser Verdauungssystem sind bei Tempeh in jedem Fall besser als im Fall der gekochten Sojabohne.

Frischer Tempeh besteht neben Wasser aus folgenden Inhaltsstoffen (pro 100 g):

Eiweiß 19,5%
Fett7,5%
Kohlehydrat9,9%
Kalzium142 mg
Phosphor240 mg
Eisen5,0 mg
Vit. B10,28 mg
Vit. B20,65 mg
Niacin2,52 mg
Vit. B6830 mcg
Vit. B123,9 mcg

Der Vitamin B12-Gehalt in 100 g Tempeh deckt damit den Tagesbedarf an diesem Vitamin zu 130%. Für Veganer ist dieser Aspekt besonders interessant.

Der Schimmelpilz Rhizopus oligosporus oder verwandte Pilze kommen in der Natur vielfältig vor und wurden möglicherweise aus der Oberfläche von Malvenblättern gewonnen und seit Jahrhunderten von Menschen weitergezüchtet. Er bildet keine schädlichen Gifte, etwa Aflatoxine. Stattdessen leistet er eine Art Vorverdauung der Sojabohne für uns. Mit ihm im Verbund wirken immer auch andere aus der Umgebungsluft einfallende Mikroorganismen. In der Wirkphase des Rizopus oligosporus werden aber schädliche Keime im Wachstum gehemmt.

Untersucht sind günstige (verhindernde) Wirkungen des Tempeh auf abartige Gewebebildungen und Ablagerungen im Kreislaufsystem. Wer täglich 100 g Tempeh essen würde, könnte mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit vorbeugen gegen die beiden schlimmsten Erkrankungsarten der westlichen und nördlichen Welt.