Erlebte Wirkung

Erlebte Wirkung

Schon der rohe Tempeh duftet gut. Man riecht die verschiedenen Kulturen, wenn man verschiedenen Starter nimmt. Man riecht die Reife. Der Geruch gibt gute Auskunft über die Unverdorbenheit des Tempehkuchens. Tempeh ist nicht fast geruchlos wie Tofu. Wenn man ihn überreif werden lässt oder zu lange roh aufbewahrt, stellt sich Ammoniak-Geruch ein. (Auch dann habe ich ihn immer mit Genuss und ohne Reue essen können.)

Man kaut auf Tempeh wie auf sehr zartem Fleisch oder Pilzen. Da ist aber nichts Zähes oder Faseriges. Wer ihn lieber knusprig will, brät ihn oder fritiert ihn, wer ihn auch weich annimmt, kann Fett sparen und ihn in einer Soße köcheln. Marinade und Würzung machen dann vollends aus, wie die Speise schmeckt. Wenn man Tempeh ordentlich zubereitet und gegessen hat, wirkt er nicht blähend oder lästig wie manche Hülsenfrüchte. (Es kommt natürlich auch auf den Zustand des Verdauungssystems an.) Wenn man regelmäßig Tempeh mit seiner reichen Versorgung mit Vitalstoffen isst, treten einseitige Vorlieben oder Süchte (z. B. nach Süßem) zurück.